The Amazing Spiderman - Filmkritik

 The Amazing Spiderman 2 - 17. April 2014  X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - 22. Mai 2014
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Fünf Jahre nach Spider-Man 3 erscheint mit The Amazing Spider-Man ein weiterer Film zu Spider-Man. Es handelt sich hier aber nicht um die Weiterführung der ersten drei Filme, sondern um ein Reboot. Dies ist auch nicht verwunderlich. Nachdem es zwischen Sam Raimi (Regisseur der ersten drei Teile) und dem Filmstudios zu Streitigkeiten kam, wurde mit Marc Webb ein neuer Regisseur verpflichtet. Viele Fans waren natürlich skeptisch. Immerhin wurde die Sam Raimi-Reihe von vielen Kritikern und Fans sehr positive bewertet und konnte ein Einspielergebnis von über 2,5 Milliarden Dollar erzielen. Keine leichte Aufgabe für Marc Webb, an diese Erfolge anzuknüpfen.

Ein Reboot erfordert auch einen Darstellerwechsel. So übernimmt Andrew Garfield die Rolle von Peter Parker / Spider-Man in The Amazing Spider-Man. Garfield gelingt es, Peter Parker seinen eigenen Stempel aufzudrücken und nicht Tobey Maguire´s Interpretation zu kopieren. Hier muss man Andrew Garfield ein besonderes Lob aussprechen. Er macht einen guten Job. Auch die weiteren Schauspieler wie Emma Stone (Gwen Stacy), Rhys Ifans (The Lizard), Denis Leary (Captain Stacy), Martin Sheen (Onkel Ben) und Sally Field (Tante May) machen einen ordentlichen Job. Emma Stone sticht hier mit Ihrer wunderbaren Mimik heraus.

Marc Webb erfindet mit The Amazing Spider-Man das Rad natürlich nicht neu. Hier gibt es immer wieder Ähnlichkeiten zu Sam Raimi´s Trilogie, was aber natürlich vollkommen normal ist. Beides basiert immerhin auf der gleichen Urvorlage. Webb schafft es, dies aber gekonnt darzustellen und dem Zuschauer gut zu vermitteln. Es wirkt also nie wie eine Kopie zu Sam Raimi´s Version. In The Amazing Spider-Man gibt es aber auch viele neue Interpretationen oder Änderungen. Zum Beispiel kommt Peter nicht mit Mary Jane Watson zusammen, sondern mit Gwen Stacy. Diese wird von Peter auch direkt bezüglich seiner zweiten Identität aufgeklärt.

Spider-Man muss es diesmal mit dem Lizard aufnehmen. Ein bekannter Feind in den Comics, der bisher noch nicht in den Filmen in Erscheinung getreten ist. Ein guter Bösewicht, der eine saubere Leistung abliefert und ein würdiger Gegner für Spider-Man ist. Es gibt im Film auch mehrer Kampfszenen zwischen Spider-Man und Lizard. Die Action kommt nicht zu kurz und wird durch Webb gut in Szene gesetzt. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Auch die Entwicklung der Charaktere wird immer wieder vorangetrieben. Gerade die von Peter Parker / Spider-Man und der Beziehung zwischen Gwen Stacy und Peter.

Natürlich sind auch Kritikpunkte zu nennen. Teilweise fehlt hier der geniale Humor aus Sam Raimi´s Interpretation. Auch der Lizard wirkt manchmal etwas zu "künstlich". Hier hatte man mit Dr. Octopus und Sandman aus den früheren Filmen eine bessere Bindung. Der Film ist im Kern an ein jüngeres Publikum gerichtet, die sich mit dem Teenager "Peter Parker" identifizieren können .

 

Fazit:

Marc Webb gelingt mit The Amazing Spider-Man ein ordentlicher Reboot zu Sam Raimi´s Version. Er schafft es, Garfield als neuen Spider-Man Schauspieler gut zu präsentieren und seine Interpretation wirkt nicht wie eine Kopie zu Sam Raimis Trilogie. Insgesamt kommt er Qualitativ nicht ganz an die Vorgänger heran. Nichtsdestotrotz ist The Amazing Spider-Man ein guter Film. Ein Nachfolger zu The Amazing Spider-Man wurde schon bestätigt.

/ 3,5 von 5 Punkten