The Avengers - Filmkritik

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Mit Marvel’s The Avengers erschien 2012 die ultimative Comicverfilmung für alle Marvel-Fans. Diesmal konnten Fans gleich alle von ihnen favorisierten Action-Helden in einem gemeinsamen Film bewundern. Captain America, Iron Man, Thor, Hulk, Hawkeye und Black Widow gaben sich gemeinsam die Ehre, denn der aus Thor bekannte Bösewicht Loki hat einen perfiden Plan entwickelt, um die Erde zu zerstören. Diesmal braucht es also mehr als nur einen älteren Bruder, um ihn aufzuhalten und so ruft Nick Fury, der Leiter von S.H.I.E.L.D. seine besten Agenten zusammen: die oben aufgeführten Superhelden. Doch dieser Haufen aus Einzelkämpfern lernt nur sehr langsam, im Team zu arbeiten und als sie sich endlich zusammengerauft haben, ist es schon fast zu spät, das Blatt noch zu wenden.

Die Handlung des Films ist zwar sehr einfach gestrickt (Feind taucht auf, Avengers werden zusammengerufen, ein Gegenplan wird entwickelt) und kommt ohne großartige Überraschungen aus, dennoch bietet sie dem Zuschauer kaum eine Verschnaufpause. Sie ist, wie auch alle weiteren Marvel-Verfilmungen, sehr schwungvoll gestaltet und bietet spannende Unterhaltung. Gelegentliche, kleinere Plot-Löcher und Zurechtbiegungen kann man dem Film aufgrund seiner bombastischen Zusammenstellung verzeihen.

Der Humor kommt bei diesem Film selbstverständlich auch nicht zu kurz und sorgt auch nach mehrmaligem Schauen immer noch für den einen oder anderen herzlichen Lacher. Dafür fallen die ruhigeren Szenen etwas ab und wirken stellenweise wenig glaubwürdig. Auch bei den Dialogen fragt man sich bei genauerem Hinhören nach der übergeordneten Logik, wenn beispielsweise der Hulk die neu über sich gewonnene Kontrolle mit einem „Ich bin immer wütend“ kommentiert. Offensichtlich ging hier die Coolness einer Aussage vor, was aber dem Spaß beim Zuschauen keinen Abbruch leisten dürfte.

Der Cast ist natürlich hochkarätig und vereint alle wichtigen Marvel-Schauspieler. Auch für kleinere Rollen, wie die von Pepper Potts oder Agent Coulson, wird Raum geboten, sodass der Film zu einem runden Gesamterlebnis wird, der sich eben nicht nur auf die Zugstärke eines Robert Downey Jr. verlässt. Weiterhin merkt man auch den Schauspielern an, dass ihnen die Dreharbeiten an diesem ultimativen Marvel-Film ebenfalls einiges an Spaß bereit haben dürften.

Die Action darf bei so einem Werk natürlich nicht fehlen und hier haben sich alle Beteiligten ordentlich ausgetobt. Die Effekte sind allesamt sauber umgesetzt und fügen sich gut in das Gesamtbild ein, allerdings ist zu bemängeln, dass hier definitiv manchmal zu viel Hand angelegt wurde. Vor lauter Special-Effects, CGI-Animationen und Action kann man schon einmal vergessen, dass auch noch echte Schauspieler mitgewirkt haben. Ein wenig erschlagend wirkt dabei vor allem das letzte Drittel des Films. Natürlich sieht alles bombastisch aus, aber dürfte für den einen oder anderen Zuschauer im selben Maße ermüdend werden.

Der Soundtrack zum Film dagegen ist interessant und ansprechend gestaltet, auch wenn ihm hin und wieder ein wenig der Pepp fehlt, vor allem vor dem Hintergrund der ganzen Special Effects. Die Soundtracks zu Iron Man 1 und  2 beispielsweise  waren da weitaus mehr im Vordergrund und haben das Filmgeschehen interessanter kontrastiert.

Die deutsche Umsetzung ist wie gewohnt gut gelungen. Routinemäßig quasi, aber ohne wirklichen Biss oder besonders herausragende Leistungen. Gleichzeitig fällt sie dadurch nie negativ auf, also gibt es auch keine wirklichen Einwände.

Alles in allem ist Marvel’s The Avengers ein großartiges Stück Leinwandgeschichte, die natürlich jeden Marvel-Fan begeistern und mitreißen dürfte. Auch für Action-Freunde, die sich im Marvel-Universum bislang wenig auskennen, lohnt sich ein Blick, denn viele Dinge werden im Film anschaulich erklärt, sodass ein fundiertes Hintergrundwissen nicht zwingend erforderlich ist. The Avengers ist also wieder Popcorn-Kino der Kategorie A+!